An unserem Küchenblock hatten wir bisher eine Klapptisch-Regalkombination. Der Klapptisch lies sich nach außen klappen und die Regale waren ursprünglich für Schuhe gedacht. Am Ende war es aber eher ein Hunde- und Kramregal. Damit waren wir dann etwas unzufrieden und haben beschlossen, es zu ändern.
Im oberen Bereich sollte ein kleinerer Klapptisch hin, der die Arbeitsfläche erweitert. Im unteren Bereich ein kleines Schuhregal.
Die Anleitung für die klappbare Tischerweiterung findest du hier: klappbare Erweiterung für die Arbeitsplatte.
Dafür brauchst du
Werkzeug
-
- Pinsel
-
- Schleifpapier
-
- Metermaß
Material
-
- Holzbrett (optional; ich habe es für die Rückwand genutzt; meins ist ca. 120x50cm)
-
- Rundstab (jeder Stab hat eine Länge von 17cm, ⌀20mm)
-
- Leisten (h:5cm, t:2cm, b: abhängig von dem zur Verfügung stehenden Platz)
-
- Schrauben
& so baust du die Schuhaufhängung
Schritt 1: Ausmessen & Vorüberlegungen
Ich habe zuerst unsere Schuhe ausgemessen. Die Schuhe meines Partners sind etwa 12-15cm breit, meine etwa 10-12cm. Zudem haben die großen Schuhe eine Höhe von etwa 33cm, die kleinen 27cm.
So bin ich dann zu dem Schluss gekommen (da wir nicht ganz so viel Platz haben), dass die Aufhängungen etwa 13cm Abstand in der horizontalen zueinander werden sollen. Vertikal haben die Bretter etwa 30cm Abstand zueinander.
Wir haben in Summe eine Höhe von ca. 120cm. Allerdings soll im oberen Bereich noch der Klapptisch mit 35cm Tiefe hin. Daher bleibt für das Schuhregal round about 80cm.
Schritt 2: Rückwand anpassen
- Säge
- Holzbrett
Zuerst habe ich das Holzbrett an die Rundungen und Aussparungen angepasst. Dazu habe ich das Brett immer wieder angehalten und mich Stück für Stück vorgearbeitet.
Schritt 3: Erste Schuhaufhängung
- Säge
- Rundstab
- Leiste
- Holzbohrer, 20mm
Ich habe zuerst den Rundstab auf die gewünschte Länge gekürzt. Aufgrund des begrenzten Platzes habe ich mich für 17cm entschieden.
Anschließend habe ich die unterste Leiste auf etwa 37cm geschnitten. Das war an der Stelle der maximal zur Verfügung stehende Platz (siehe Foto). In die Leiste habe ich dann schräg ein Loch im Durchmesser der Leisten (in meinem Fall 20mm) gebohrt.
Die Stäbe sollen am Ende leicht schräg abstehen. Daher habe ich die Löcher nicht in einem 90 Grad Winkel gebohrt. Am besten geht das mit einer Ständerbohrmaschine (hab ich leider nicht).
Schritt 4: Alle restlichen Leisten und Stäbe sägen
Anhand der Erfahrungen aus dem vorigen Schritt und meinen Vorüberlegungen aus Schritt 1 habe ich in Summe 3 Leisten mit je 3 Stäben zur Schuhaufhängung gefertigt.
Aufgrund der Gegebenheiten in meinem Auto habe ich die Stäbe der untersten Leiste etwas gerader und die Stäbe der oberen beiden Leisten etwas schräger gebohrt (siehe Schritt 7).
Schritt 5: Schleifen & Streichen
- Alle Holzteile
- Holzfarbe
- Schleifpapier
Nachdem alle Holzteile fertig gebohrt und zugeschnitten sind, habe ich alles abgeschliffen und zwei Mal gestrichen. Vor jedem erneuten Streichen schleife ich alle Teile noch mal ab.
Schritt 6: Befestigung der Stäbe an den Leisten
- Stäbe
- Leisten
- Schrauben
- Bohrmaschine/Bohrer
Nun habe ich die Stäbe von hinten an der Leiste mit einer Schraube befestigt.
Nachtrag: Ich würde das nächste Mal die Stäbe vor dem Streichen einkleben und wahrscheinlich auch noch eine zweite Schraube pro Stab nutzen.
Schritt 7: Befestigung der Leisten an der Rückwand
- Rückwand
- Schrauben
- Leisten
- Bohrmaschine/Bohrer
Die Leisten mit den Stäben habe ich nun von hinten mit Schrauben an der Rückwand befestigt. Je Leiste habe ich drei Schrauben genutzt. Die einzelnen Leisten haben einen Abstand zwischen 35 und 40cm. Das ist ein Kompromiss aufgrund des begrenzten Platzes. Mit mehr Platz würde ich die Leisten mindestens 50cm auseinandersetzen, dann ist es einfacher, die Schuhe ein- und auszufädeln.
Hier kann man schön sehen, dass die Stäbe des unteren Brettes deutlich senkrechter als die Bretter des oberen Brettes gebohrt wurden.
Die Vorteile einer Ständerbohrmaschine werden auch hier deutlich. Die Stäbe sind zwar alle eher senkrecht/bzw. nicht so sehr, aber vom Winkel doch sehr unterschiedlich. Mit einer Ständerbohrmaschine kann man den gewünschten Winkel einstellen. So stehen dann alle Stäbe im gleichen Winkel.
Schritt 8: Rückwand befestigen
- Rückwand
- Schrauben
- Bohrmaschine/Bohrer
Ich habe die neue Rückwand an die alte Rückwand mit 6 Schrauben geschraubt.
Schritt 9: Schuhe aufhängen
Zum Schluss habe ich noch mehrere Schuhe aufgehängt, um den Abstand der Stäbe und Leisten zueinander zu testen.
